Neugeborenenvorsorge

Neonatologisch ausgebildete Kinderärzte stehen rund um die Uhr für die Versorgung der Neugeborenen zur Verfügung.

Überwachung & Beobachtung

Erfahrene Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Krankenschwestern überwachen bem Neugeborenen:

  • Atmung und Hautfarbe
  • Körpertemperatur, Puls
  • Trinkverhalten
  • Ausscheidung
  • Gewichtsverlauf
  • Schlaf- Wachrhythmus
  • Entwicklung der Neugeborenengelbsucht

Bei Bedarf leisten wir selbstverständlich die Versorgung der Neugeborenen u. a. durch

  • Fototherapie
  • Inkubatorpflege bei Anpassungsstörungen des Neugeborenen
  • Notfallversorgung

Vorsorgeuntersuchung: Stoffwechselerkrankungen

Dieses Neugeborenen-Screening ist eine Vorsorgeuntersuchung und dient dem Ausschluss von bestimmten Stoffwechselerkrankungen und von Mukoviszidose. Gesundheitliche Risiken für Ihr Neugeborenes sollen rechtzeitig erkannt und schädlichen Auswirkungen auf die Entwicklung vorgebeugt werden. Hierzu werden einige Tage nach der Geburt wenige Tropfen Blut auf eine Filterpapierkarte getropft und in ein Screening-Labor geschickt. Beachten Sie hierzu auch das Faltblatt des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf. Dieses erhalten Sie von uns mit der schriftlichen Einwilligungserklärung zu dieser Untersuchung.

siehe auch Informationsblatt des G-BA Erweitertes NG-Screening

siehe auch Informationsblatt des G-BA Screening Mucoviszidose

Vorsorgeuntersuchung: Hörscreening

Jedes 1000. Gesundgeborene und jedes 50. Risikokind wird bereits mit einer Hörstörung geboren. Je rechtzeitiger das Neugeborene auf eine eventuelle Hörstörung untersucht wird, desto schneller und erfolgreicher wird eine Frühförderung einsetzen können. Daher empfehlen wir im Rahmen des Screeningverfahrens am 3. Lebenstag einen Hörtest bei allen Neugeborenen.

Bei der Untersuchung wird über einen kleinen Ohrstöpsel die Reaktion der Hörsinneszellen getestet und registriert (TEOAE). Die Messung ist völlig schmerzfrei, erfordert keine Mitarbeit des Kindes und dauert nur wenige Minuten. Die Untersuchung gelingt am besten, wenn das Kind schläft bzw. satt und gewickelt ist. Sollten Sie mit dieser Untersuchung nicht einverstanden sein, müssen Sie dies schriftlich erklären. Kann der Test nicht durchgeführt werden oder ist das Ergebnis unsicher oder auffällig, wird am gleichen Tag eine Nachuntersuchung mit dem Beraphon (AABR) durchgeführt.
Sollte auch dieses Ergebnis auffällig sein, erhalten Sie Adressen von Pädaudiologen (HNO-Ärzte mit spezieller Ausbildung), die das Ergebnis prüfen werden.
Bedenken Sie, dass ein auffälliges Ergebnis noch keine Diagnose darstellt. Die Diagnose kann nur von einem Spezialisten gestellt werden.
Bitte wenden Sie sich dazu unbedingt an einen dieser HNO-Ärzte.

Die Adressen der Belegärzte (Fachärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde) des Marien-Krankenhauses finden Sie hier.

Weitergehende Informationen erhalten Sie auch auf dieser Seite: Universelles Neugeborenen Hörscreening - Schleswig-Holstein

Vorsorgeuntersuchung: Pulsoxymetrie-Screening

Bei einer Pulsoxymetrie wird mithilfe eines Lichtsensors bestimmt, wie viel Sauerstoff das Blut enthält. Zu wenig Sauerstoff im Blut kann auf einen schweren Herzfehler hinweisen. Für die Untersuchung ist keine Blutabnahme nötig. Sie ist schmerzfrei und dauert nur einige Sekunden. Der beste Zeitpunkt für die Früherkennungs-Untersuchung ist 24 bis 48 Stunden nach der Geburt. Für die Messung wird am Fuß des Babys ein Sensor angelegt, der mit einem Bildschirm verbunden ist. Er zeigt das Ergebnis sofort an. Bei einem auffälligen Ergebnis wird das Neugeborene einem Kinderarzt vorgestellt, der weitere Untersuchungen veranlasst. Wichtig ist: Auch bei einem auffälligen Ergebnis kann das Herz gesund sein. Ein niedriger Messwert kann andere Ursachen haben, zum Beispiel eine Infektion oder eine Lungenerkrankung. Weitere Informationen erhalten Sie von unseren Pflegefachkräften.

siehe auch Informationsblatt des G-BA

Zuletzt bearbeitet am 23.02.2017.